VERGLEICHEN · 2 MINUTEN LESEZEIT
Den Mahlgrad in kleinen Schritten finden
Der Mahlgrad beeinflusst, wie schnell Wasser durch einen Kaffeefilter fließt und wie viel Kontaktfläche das Mahlgut bietet. Er ist deshalb ein guter Ausgangspunkt für einen Vergleich. Damit der Unterschied verständlich bleibt, sollten Kaffeemenge, Wassermenge und Gießablauf zunächst möglichst gleich sein.
Eine Richtung auswählen
Zuerst wird eine bekannte Einstellung verwendet und die Tasse in Ruhe probiert. Danach folgt ein kleiner Schritt feiner oder gröber. Wie groß dieser Schritt sein sollte, hängt von der Mühle ab. Eine einzelne Markierung ist auf verschiedenen Geräten nicht miteinander vergleichbar. Wichtiger ist, die Ausgangseinstellung festzuhalten und nicht mehrere Veränderungen auf einmal zu machen.
Zeit als Hinweis behandeln
Ein feinerer Mahlgrad kann den Durchfluss bremsen, ein gröberer ihn beschleunigen. Die gesamte Brühzeit wird jedoch auch von Filterform, Gießweise, Kaffeemenge und dem Anteil sehr feiner Partikel beeinflusst. Eine lange oder kurze Zeit allein sagt deshalb noch nicht, ob die Tasse gelungen ist. Sie hilft vor allem dabei, einen ungewöhnlichen Verlauf zu bemerken.
Den Geschmack danebenlegen
Beim Vergleich sind ähnliche Trinktemperaturen hilfreich. Eine Tasse kann dünn wirken, eine andere trocken oder schwer; auch eine unangenehm spitze Säure oder eine starke Bitterkeit lässt sich notieren. Solche Eindrücke haben mehrere mögliche Ursachen. Der Versuch soll daher keine starre Zuordnung beweisen, sondern zeigen, welche kleine Veränderung mit diesem Kaffee besser zum eigenen Geschmack passt.
Wenn zwei benachbarte Einstellungen beide angenehm sind, muss nicht weitergesucht werden. Ein einfach wiederholbarer Ablauf kann im Alltag wertvoller sein als eine winzige Verbesserung, die sich am nächsten Morgen kaum noch nachvollziehen lässt.